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Mit Hochdruck im Untergrund

(vom 23.11.2018)

Hier wird ein 80-m-Schutzrohr durch gesteuertes Bohr-/ Pressverfahren unter der Brücke verlegt.

Versorgungssicherheit im Fokus: EVC investiert in neue Leitungen

Es ist DIE primäre Aufgabe der Stadtwerke Cottbus: die sichere Versorgung der Kunden mit Gas, Strom und Fernwärme. Dafür tut der kommunale Dienstleister jedes Jahr eine Menge. Eine Großbaumaßnahme kam in den letzten Tagen zum Abschluss – und zwar in der Sachsendorfer Straße. Die Bedingungen vor Ort und die besonders hohen Anforderungen vonseiten der Deutschen Bahn an Technik, Material und Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort machten das Vorhaben zu einer mitunter verzwickten Angelegenheit. 

Auf einer Länge von 500 Meter – von der Vetschauer Straße bis zur Abzweigung „An der Werkstatt“ – verlegte die Elektroenergieversorgung Cottbus (EVC) eine neue Erdgashochdruckleitung sowie zwei Mittelspannungskabel-Systeme. Diese Investition wird die Versorgungssicherheit in Teilen der Spremberger Vorstadt und Ströbitz weiter erhöhen. Die ersten Planungen liefen bereits 2015 an. Eine im Vorfeld planmäßig durchgeführte Kabeldiagnostik hatte einen Erneuerungsbedarf bei den beiden 60 Jahre alten Mittelspannungskabeln ergeben. 

Enges Baufeld Die Maßnahme hatte es wegen einiger logistischer Finessen in sich. „So mussten die Leitungen in fünf Metern Tiefe unter zwei Bahnbrücken und drei Bahnübergängen mit fünf Gleisen sowie einem Betriebsgleis der Deutschen Bahn verlegt werden“, verdeutlicht Markus Filenberg, verantwortlich für die Planung und den Bau, und ergänzt: „Außerdem musste die Zufahrt zum Bahnbetriebswerk immer von einer Richtung aus gewährleistet sein.“ Hinzu kamen ein enges Baufeld in der Sachsendorfer Straße und auch wenig Platz durch vorhandene Leitungen im Untergrund. Markus Filenberg: „Der Aushub von 1.400 m³ musste mit Lastkraftwagen auf Lagerplätzen zwischendeponiert werden. Der Boden war extrem fest und hochverdichtet, sodass die Pressung der Schutzrohre sehr zeitaufwendig war.“ 

Verblüffende Relikte Besonderes Augenmerk legten die Verantwortlichen auf die Sicherheit. Aus gutem Grund, denn im Bahnhofsumfeld wurden Kampfmittel, Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg, vermutet. Bei zehn Verdachtsfällen prüfte die Firma Röhll Munitionsbergung GmbH aus Frankfurt (Oder) per Handschachtung. „Es stellte sich zum Glück als harmlos heraus“, so Markus Filenberg. Und in unserer hochtechnisierten Welt durchaus erwähnenswert: Die alten Leitungen lagen nicht immer dort, wo die Experten es erwartet hatten. Auf der Nordseite der Baustelle wurden zudem in drei Metern Tiefe Brückenfundamente alter Bahnüberführungen aus der Anfangszeit der Eisenbahn gefunden und erschwerten den Tiefbau. Die Bauarbeiten wurden von regionalen Firmen duchgeführt.

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