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Gasnetz in Cottbus wird geprüft

(vom 26.06.2015)

In Cottbus- Sielow und im südlichen Bereich von Cottbus erfolgt bis Ende Juni die turnusmäßige Überprüfung des Gasnetzes. Dazu gehören alle in Gehwegen und Straßen verlegte Gasleitungssysteme inclusive der Gasnetzanschlüsse zu den Gebäuden. In diesem Jahr werden  ca. 20 km Gashauptleitungen und ca. 800 Gasnetzanschlüssen begangen. Wir als Netzbetreiber haben dazu eine unabhängige und durch den DVGW zugelassene Fachfirma (Rohrleitungs- und Anlagenbau Königs Wusterhausen GmbH & Co. KG) beauftragt, diese Überprüfung durchzuführen. Diese Fachfirma wird durch einen Mitarbeiter unseres Unternehmens begleitet.
Rechtzeitig vorher erhalten die Kunden noch einmal alle Informationen schriftlich. Für weiter Fragen steht unser zuständiger Sachgebietsverantwortliche Andres Bott Tel.: 0355-351136 gern telefonisch zur Verfügung.
Was heißt nun Begehung/Überprüfung eines Gasrohrnetzes?
Das besagte Gasnetz wird mittels einer Teppichsonde und nachgeschalteten Gasmessgerät oberirdisch befahren. Dabei wird die oberirdisch austretende Bodenluft auf den Erdgasbestandteil Methan analysiert. Durch die angewandte Messtechnik können bereits geringste Ausströmungen im ppm-Bereich (ppm = part per millions ) festgestellt werden. Stellen Sie sich vor, Sie könnten in einem Kubikmeter Luft ein Molekül Methan der Größe 1mm mal 1mm finden. Dies entspricht ungefähr einem Wert von 1 ppm. Sollte eine solchen Leckage gefunden werden, wird die Undichtigkeit klassifiziert. Mit dem Begriff Klassifizierung ist ein Prozedere beschrieben, bei dem entsprechend des DVGW-Regelwerkes festgelegt wird ,wie der Grad der Gefährlichkeit der Leckstelle einzuordnen ist und welche zeitliche Abfolge der Abarbeitung zu erfolgen hat.
Problematisch sind Leckstellen, die in der Nähe von Hohlräumen aufgefunden werden. Das können z.B. Kellerräume von Häusern, Schächte des Abwassernetzes sowie auch Kabelschächte/Kabelschutzrohre etc. sein. Das betrifft auch Leckstellen an Gasnetzanschlüssen, die das  Bindeglied zwischen Gasnetz und Gasverbrauchseinrichtung im Haus sind. Hier aufgefundene Leckstellen befinden sich in der Nähe von Hohlräumen wie Keller oder Hauswirtschaftsräume, in die Leer-/Schutzrohre münden. Über diese Verbindungswege zwischen Hausinneren und Erdreich könnten sich Leckagen im Gasnetz entspannen. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Gas-Netzbetreiber und Grundstückseigentümer/Netzanschlussnehmer von großer Bedeutung.
Der Turnus der Rohrnetzbegehungen wird durch das Regelwerk festgelegt.
Basierend auf dem geltenden Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) erfolgt die strikte Umsetzung des technischen Regelwerkes des DVGW (Deutscher Verein Gas Wasser). In diesem Regelwerk sind alle fachspezifischen Themen der Gasversorgung festgelegt. Im EnWG erfolgt die eindeutige Aussage, dass eine sichere Gasversorgung in Deutschland durch die Anwendung der technischen Regeln des DVGW garantiert ist. Wir als TSM-zertifizierter Netzbetreiber des Gasnetzes in Cottbus sind verpflichtet, die technischen Regeln Gas des DVGW anzuwenden. Dazu gehört unteranderem die turnusmäßige Überprüfung des Gasrohrnetzes.
Ausschlaggebend für die Festlegung des Turnus ist der herrschende Gasdruck im Netz und die Anzahl der aufgefundenen Leckagen der vorangegangenen Überprüfungen Rohrnetz. Als Beispiel kann die in diesem Jahr fällige Überprüfung des Gas-Rohrnetzes im Stadtteil Cottbus- Sielow genannt werden. Dieses Netzgebiet wird mit einem Netzdruck von 700 mbar gefahren. Die in den Vorjahren erfolgten Überprüfungen ergaben eine Leckstellenhäufigkeit von Null. Laut DVGW-Regelwerk ist für diese Netzstruktur ein Mindestüberprüfungsturnus von 4 Jahren angegeben.
Wichtig ist auch zu wissen, dass Erdgas grundsätzlich mit einem Geruchsstoff versehen wird, um die Wahrnehmbarkeit durch den Nutzer zu garantieren. Sollten Sie also Gasgeruch wahrnehmen, nutzen Sie unseren 24-stündigen Gas- Notruf 0355-711000

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